Der Lehrstuhl für Enterprise Computing war auf der I3E 2026 in Tampere vertreten

Auf der Konferenz präsentierte Maximilian Nebel das Paper „From System to Teammate: Human-Centered AI in the Industrial Internet of Things".
In dem Beitrag geht Maximilian der Frage nach, wie sich der Einsatz von Human-Centered AI (HCAI) in der Praxis der Industrial Internet of Things (IIoT) beschreiben lässt – also von KI-Systemen, die Beschäftigte bei industriellen Entscheidungen unterstützen, ohne ihnen die Kontrolle zu entziehen. Auf Basis einer systematischen Auswertung bestehender Forschungsarbeiten zeigt die Studie, dass sich solche Systeme zunehmend von reinen technischen Werkzeugen zu echten Teammitgliedern im Entscheidungsprozess entwickeln.
Dieser Wandel passiert der Studie zufolge aber nicht von allein. Drei Dinge entscheiden darüber, ob KI tatsächlich als hilfreicher Kollege wahrgenommen wird: Erstens muss das System zur jeweiligen Aufgabe passen, statt als pauschale Lösung für alles eingesetzt zu werden. Zweitens kommt es auf die Gestaltung der Zusammenarbeit an – etwa darauf, wie verständlich eine KI ihre Empfehlungen erklärt und wie leicht Beschäftigte ihr widersprechen können. Und drittens braucht es klare Regeln im Unternehmen dazu, wie mit den Daten umgegangen wird und wer welche Verantwortung trägt. Nur wenn diese drei Punkte zusammenspielen, entsteht aus einem System wirklich ein Teammitglied.
Die Teilnahme an der I3E bot zudem eine gute Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit der internationalen Information-Systems-Community sowie zur Diskussion aktueller Entwicklungen im Bereich Human-AI-Interaction in industriellen Kontexten.
Das Paper ist als Teil der Konferenzproceedings bei Springer erschienen und unter folgendem DOI abrufbar: https://doi.org/10.1007/978-3-032-38014-2_5